Transparenz · Vol. 01

Wir verstecken nichts.

Wir glauben, dass Vertrauen nicht durch hübsche Worte entsteht, sondern durch ehrliche Antworten. Hier erklären wir genau, was Walkie ist, woraus es besteht, und worauf du dich verlässt, wenn du es benutzt.

I. Wer wir sind

Walkie wird von einem kleinen Team aus Hamburg und Süddänemark gebaut. Wir sind keine Konzernabteilung, keine Risikokapital-Firma, keine Werbe-Agentur. Wir sind zwei — und unser einziges Geschäftsmodell ist, dass dir Walkie so gut gefällt, dass du dein Abo verlängerst.

Das hat Konsequenzen: Wir verkaufen deine Daten nicht (wir würden uns selbst sabotieren). Wir bauen keine Tracking-Infrastruktur (zu aufwändig für unser Team). Wir machen keine endlosen Newsletter-Funnels (wir mögen sie selbst nicht).

II. Woraus Walkie besteht

Walkie ist im Kern eine sorgfältig zusammengestellte Pipeline aus drei Arten von KI-Modellen:

1 — Sprach-Erkennung (was hast du gesagt?)

Das erste Modell wandelt deine Stimme in Text. Es erkennt 99 Sprachen und ist in der Forschungs-Community als zuverlässig anerkannt.

2 — Übersetzung (was heißt das in der anderen Sprache?)

Das zweite Modell übersetzt zwischen Sprachen. Wir nutzen pro Sprachpaar ein eigenes, spezialisiertes Modell — das gibt bessere Übersetzungen als ein einziges „Universal"-Modell, das alle Sprachen kennt.

3 — Stimm-Synthese (wie spricht es das aus?)

Das dritte Modell verwandelt die Übersetzung wieder in gesprochene Sprache — mit menschlich klingenden Stimmen, männlich oder weiblich, je nachdem wer gesprochen hat.

Was wir hinzufügen

Diese Modelle sind alle frei verfügbar, aus akademischer und industrieller Forschung. Was du als Walkie-Kunde bezahlst, ist die Arbeit drumherum: die Auswahl der besten Modelle, das ergonomische Push-to-Talk-Erlebnis, der Tail-Buffer, das Korrektur-Fenster, das Geschlecht-passt-zu-Stimme, der Reise-Verlauf, das Zwei-Personen-Layout — und dass das alles zuverlässig auf deinem Handy läuft.

Warum nutzen wir keine selbst-trainierten Modelle?

Weil das Geld kostet, das wir nicht haben — und weil es schlechter wäre. Die führenden Sprach-Modelle der Welt werden mit Trainings-Aufwänden im Millionen-Bereich erstellt. Wir bauen darauf auf statt das Rad neu zu erfinden — und können dafür unsere ganze Energie in das Erlebnis stecken.

III. Wo deine Daten leben

Hier ist der Datenfluss von Walkie, vereinfacht:

Du sprichst

Audio entsteht in deinem Mikrofon

Dein Telefon übersetzt

Komplett lokal. Audio verlässt das Gerät nicht.

Stimme spielt ab

Auf demselben Telefon, für dein Gegenüber

Das wichtigste in einem Satz: Audio-Daten verlassen niemals dein Gerät. Nicht zu uns, nicht zu Google, nicht zu OpenAI, zu niemandem. Die Übersetzung passiert ausschließlich auf deinem Telefon, durch Modelle, die ein Mal beim Setup heruntergeladen wurden.

Was hat unser Server überhaupt zu tun?

  • Beim Kauf: Stripe wickelt die Bezahlung ab. Wir bekommen deine E-Mail und einen Hinweis, dass du bezahlt hast.
  • Beim Sprachpaket-Download: Dein Telefon holt sich die Modell-Dateien aus dem Netz, beim ersten Mal über uns oder direkt vom Modell-Hersteller. Danach liegen sie bei dir.
  • Etwa einmal pro Monat: Walkie prüft kurz, ob dein Abo noch aktiv ist — ein einzelner kleiner HTTP-Request, kein Audio.

Das war's. Wir sehen weder was du übersetzt, noch mit wem du sprichst, noch wo du gerade bist.

IV. Was offline funktioniert — und was nicht
Funktion Offline Online
Übersetzungen sprechen / hören
Tippen statt sprechen
Verlauf einsehen
Sprachpaar wechseln (bereits geladen)
Neues Sprachpaket herunterladen
Modelle aktualisieren
Abo-Verlängerung / Lizenz-Check

Wichtig: Walkie prüft das Abo nicht bei jeder Übersetzung. Wenn du mal zwei Wochen offline bist, läuft alles weiter. Erst nach längerer Offline-Zeit — wir reden hier von Wochen — wird Walkie dich beim nächsten Online-Sein bitten, einmal kurz die Lizenz zu erneuern.

V. Wovon wir abhängen — und was das für dich bedeutet

Ehrlich: keine App ist eine Insel.

Auch Walkie nicht. Hier ist, worauf wir uns verlassen und was passiert, wenn diese Dinge mal ausfallen.

Die KI-Modelle

Walkie nutzt Modelle aus der offenen Forschung. Diese Modelle sind kostenlos verfügbar, dürfen kommerziell genutzt werden, und werden von großen Forschungsorganisationen gepflegt. Wenn du willst, können wir dir auf Anfrage genau sagen, welches Modell für welche Sprache zum Einsatz kommt — wir verstecken das nicht, wir betonen es nur ungern auf der Verkaufs-Seite, weil 99% der Kunden's nicht interessiert.

Was passiert, wenn ein Modell zurückgezogen wird? Du merkst nichts, weil es schon auf deinem Gerät liegt. Wir suchen dann ein anderes Modell raus und schicken es dir mit dem nächsten Update.

Unser Server

Wir betreiben einen einzelnen Server in Deutschland, bei einem deutschen Anbieter. Auf dem läuft die Bezahl-Abwicklung, der Lizenz-Check und die Auslieferung der Sprachpakete an Neukunden.

Was passiert, wenn unser Server mal down ist? Du merkst nichts, solange du nicht gerade ein neues Sprachpaket laden willst. Übersetzungen laufen auf deinem Gerät, also ist Walkie für dich verfügbar, auch wenn unser Server offline ist.

Stripe

Für Zahlungen nutzen wir Stripe. Stripe ist die Standard-Lösung im EU-Raum und kümmert sich um Karten-Sicherheit, Mehrwertsteuer und automatische Verlängerung.

Wenn Stripe ausfällt: Du kannst keine neuen Abos abschließen. Bestehende Abos laufen weiter, weil sie schon bezahlt sind.

Dein Telefon-Browser

Walkie läuft als „Web-App" — also direkt im Browser deines Telefons, ohne Umweg über App Store oder Play Store. Das hat Vorteile (kein 30%-Apple-Zuschlag, schnelle Updates) und Nachteile (auf älteren Geräten kann es langsamer laufen).

Was passiert, wenn dein Browser irgendwann nicht mehr unterstützt wird? Sehr unwahrscheinlich in den nächsten Jahren. Falls doch, geben wir dir rechtzeitig Bescheid und bieten eine Lösung.


Unsere Strategie für all diese Abhängigkeiten: Wir wählen sie sorgfältig (etablierte Standards, lange-laufende Forschungs-Projekte, deutsche Hosting-Anbieter). Wir testen vor jedem Update gründlich. Und wir behalten Notfall-Pläne in der Schublade, falls eine dieser Säulen mal wackelt — du sollst nicht in Marokko stehen und merken, dass Walkie nicht mehr funktioniert.

VI. Was wir messen — und was nicht

Was wir messen (anonym)

  • Wie viele Menschen Walkie benutzen. Damit wir abschätzen können, ob unser Server-Setup ausreicht.
  • Welche Sprachen heruntergeladen werden. Damit wir wissen, welche Sprachpakete wir verbessern sollten.
  • Wann etwas abstürzt. Damit wir's reparieren können.

Was wir nicht messen

  • Was du übersetzt. Audio und Texte sehen wir nie.
  • Wo du bist. Wir kennen deine GPS-Position nicht, deine IP-Adresse loggen wir nur kurzzeitig zur Server-Sicherheit (und löschen sie nach 7 Tagen).
  • Mit wem du sprichst. Was zwischen dir und deinem Gegenüber passiert, geht uns nichts an.
  • Wie oft du Walkie öffnest. Anonyme aggregierte Nutzungszahlen reichen uns vollkommen.

Wenn du mehr wissen willst, steht alles im Detail in unserer Datenschutzerklärung. Aber unser Versprechen ist: Wir versuchen weniger Daten zu sammeln, als die meisten Apps. Nicht mehr.

Noch Fragen?

Wir antworten ehrlich. Schau in den Hilfe-Bereich, oder schreib uns direkt — wir freuen uns über Fragen.