Vom Mund auf dein Telefon.
Was passiert, wenn du den Knopf drückst und sprichst? Wir erklären's so, wie wir's einem Freund erklären würden — ehrlich und ohne Fachjargon.
Bevor du losfährst, machst du einmal eine Vorbereitung. Du sagst Walkie, in welches Land du reist — zum Beispiel Spanien. Walkie lädt dann die nötigen Sprachpakete auf dein Telefon: Deutsch ↔ Spanisch.
Ein Sprachpaket ist ein Bündel aus drei Dingen: einem Modell, das gesprochene Sprache versteht, einem zweiten, das übersetzt, und einem dritten, das die Übersetzung mit einer menschlichen Stimme ausspricht. Zusammen sind das ungefähr 1,4 Gigabyte pro Sprachpaar — also etwa so viel wie ein langer Film.
Damit Walkie offline funktioniert, muss alles auf deinem Telefon liegen. Eine richtig gute Übersetzung braucht ein gut trainiertes Modell — und gute Modelle sind nun mal nicht klein. Wir laden ein Mal, dann sind sie da.
Wir empfehlen dir, das Laden vorm Abflug im WLAN zu machen. Sobald die Pakete drauf sind, kannst du Walkie überall nutzen — auch wenn du keinen Empfang hast.
Du legst dein Telefon zwischen dich und dein Gegenüber auf den Tisch. Du drückst und hältst den unteren Knopf, sprichst, und lässt los. Was dann in deinem Telefon passiert, geht so schnell, dass es sich anfühlt wie sofort:
Dein Mikrofon hört zu.
Solange du den Knopf drückst, nimmt dein Telefon-Mikrofon auf. Walkie merkt automatisch, wann du Wörter sagst und wann nur Hintergrund-Geräusch ist — Verkehr, Musik im Café, Wind.
Dein Telefon schreibt mit.
Das Sprach-Modell auf deinem Gerät verwandelt deine Stimme in Text. Du siehst das in Echtzeit als Live-Transkript auf deiner Seite des Bildschirms.
Lass los — und der Tail-Buffer rettet dein letztes Wort.
Wenn du den Finger hebst, hört Walkie noch 300 Millisekunden weiter zu. Warum? Weil viele Menschen die letzte Silbe schon beim Loslassen sprechen. Ohne diesen kleinen Puffer wäre das letzte Wort oft abgeschnitten.
Das Übersetzungs-Modell macht seinen Job.
Der erkannte deutsche Text wird durch das Übersetzungs-Modell für dein Sprachpaar geschickt. Heraus kommt ein spanischer Satz — grammatisch korrekt, mit dem richtigen Höflichkeitston für die Situation.
Eine Stimme spricht den Satz aus.
Das Stimm-Modell wandelt den spanischen Text in gesprochene Sprache. Walkie erkennt vorher, ob du eine männliche oder weibliche Stimme hast, und wählt eine passende Stimme für die Übersetzung — damit beide Seiten des Gesprächs klingen wie Menschen, nicht wie Roboter.
Insgesamt sind das ungefähr 180 Millisekunden vom Loslassen bis zur ersten Silbe der Übersetzung. Eine sympathische Pause in einem Gespräch — niemand merkt, dass dazwischen ein Computer arbeitet.
Auf der oberen Hälfte des Bildschirms steht für sie der übersetzte Satz — auf den Kopf gestellt, damit sie ihn richtig herum lesen kann, wenn das Telefon zwischen euch liegt. Sie sieht ihren eigenen Antwort-Knopf bequem an ihrem Bildschirmrand.
Wenn sie dann antwortet und ihren Knopf drückt, läuft alles rückwärts: ihre spanische Sprache wird auf deiner Seite als deutscher Satz angezeigt und vorgelesen. Klein darunter steht ihr spanisches Original — falls dir die deutsche Übersetzung komisch vorkommt, kannst du nachsehen, ob das Modell sie richtig verstanden hat.
Übersetzungs-Modelle machen Fehler. Bei Adressen, Zahlen und Eigennamen am häufigsten. Mit dem Original klein darunter kannst du verifizieren — und falls nötig nachfragen.
Falsch verstanden? 1,4 Sekunden zum Korrigieren.
Direkt nach dem Loslassen siehst du dein Transkript noch in einem Bearbeitungs-Modus. Tippst du nichts an, läuft die Übersetzung automatisch los. Tippst du das Transkript an, hältst du den Vorgang an und kannst Tippfehler oder Hörfehler korrigieren, bevor übersetzt wird.
Stimme passt nicht? Tippen statt sprechen.
Manchmal willst du nicht sprechen — neben dem schlafenden Kind, in der Bibliothek, beim heiseren Husten. Ein Tastatur-Symbol neben dem Knopf öffnet eine Texteingabe. Walkie synthetisiert dann nur die Stimme, ganz ohne Mikrofon.
Übersetzung klingt komisch? Anders übersetzen.
Manchmal ist eine Übersetzung grammatisch richtig, trifft aber den Ton nicht. Du kannst Walkie bitten, denselben Satz „formaler", „einfacher" oder „direkter" zu übersetzen — mit einem Tap auf das ↻-Symbol am Transkript.
Bereit für dein nächstes Gespräch?
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